Was kostet eine Renovation in der Schweiz? Preise & Tipps 2026
Eine Renovation gehört zu den grössten Investitionen rund ums Eigenheim. Wer die Richtpreise kennt, verhandelt besser und erkennt überteuerte Offerten sofort. Dieser Ratgeber zeigt, mit welchen Kosten Sie 2026 in der Schweiz rechnen müssen und wo sich sparen lässt, ohne an der Qualität zu kratzen.
Die wichtigsten Kostenfaktoren einer Renovation
Der grösste Posten jeder Renovation ist in der Schweiz die Arbeitszeit. Handwerkerstundensätze liegen 2026 je nach Gewerk und Region zwischen CHF 80 und CHF 130. In den Zentren Zürich, Genf und Basel bezahlen Sie tendenziell am oberen Rand, in ländlichen Kantonen wie Jura, Glarus oder Appenzell oft 10 bis 20 Prozent weniger.
Neben dem Lohn bestimmen drei Faktoren den Endpreis: der Zustand der Bausubstanz (bei Häusern vor Baujahr 1990 tauchen häufig Überraschungen wie alte Leitungen oder Asbest auf), die Materialwahl (ein Schweizer Eichenparkett kostet ein Mehrfaches eines Laminats) und der Umfang der Nebenarbeiten wie Demontage, Entsorgung und Baustelleneinrichtung.
Prüfen Sie vor grösseren Umbauten zudem, ob eine Baubewilligung nötig ist. Innenrenovationen ohne Eingriff in die Tragstruktur sind meist bewilligungsfrei, bei Fassaden, Fenstern oder Grundrissänderungen entscheidet die Gemeinde. Ein kurzer Anruf beim Bauamt erspart teure Verzögerungen.
Richtpreise 2026 für typische Renovationsarbeiten
Die folgenden Preisspannen basieren auf üblichen Offerten für eine durchschnittliche 3,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnung. Sie verstehen sich inklusive Material mittlerer Qualität und Montage, aber ohne allfällige Spezialwünsche.
Eine Komplettsanierung einer Wohnung wird von Baufachleuten häufig mit CHF 700 bis CHF 1'400 pro Quadratmeter Wohnfläche veranschlagt. Bei einer 100-Quadratmeter-Wohnung sollten Sie also ein Budget von CHF 70'000 bis CHF 140'000 einplanen, je nach Ausbaustandard.
So sparen Sie bei der Renovation, ohne Qualität zu verlieren
Der wirksamste Hebel ist der Offertenvergleich: Wer mindestens drei detaillierte Offerten einholt, spart erfahrungsgemäss 10 bis 25 Prozent gegenüber dem ersten Angebot. Achten Sie darauf, dass alle Offerten denselben Leistungsumfang beschreiben, sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen.
Etappieren Sie grosse Projekte: Wer Bad und Küche in getrennten Jahren renoviert, verteilt die Kosten und kann Unterhaltsarbeiten am Eigenheim in vielen Kantonen jedes Jahr erneut von den Steuern abziehen. Fragen Sie dazu Ihre kantonale Steuerverwaltung oder eine Treuhandperson.
Eigenleistungen lohnen sich bei Abbruch, Ausräumen und Malervorbereitung. Elektro-, Sanitär- und Abdichtungsarbeiten gehören dagegen zwingend in Profihände, weil Fehler dort Folgeschäden und Versicherungsprobleme verursachen.
Offerte einholen: So gehen Sie am besten vor
Beschreiben Sie Ihr Projekt so konkret wie möglich: Raumgrössen, gewünschte Materialien, Fotos des Ist-Zustands und Ihr Zeitfenster. Je präziser die Angaben, desto verbindlicher fällt die Offerte aus und desto seltener gibt es Nachträge.
Auf fixxmi erstellen Sie dafür kostenlos einen Auftrag: Sie schildern Ihr Renovationsvorhaben einmal, und interessierte Betriebe aus Ihrer Region melden sich mit einer Offerte. So vergleichen Sie mehrere Angebote, ohne jedem Betrieb einzeln hinterherzutelefonieren.
Richtpreise Renovation 2026 (inkl. Material & Montage)
| Leistung | Preisspanne |
|---|---|
| Badezimmer komplett sanieren (ca. 6 m²) | CHF 25'000 – 55'000 |
| Küche ersetzen (Standardgrösse) | CHF 20'000 – 50'000 |
| Wände & Decken streichen (pro m² Fläche) | CHF 18 – 35 |
| Parkett schleifen & versiegeln (pro m²) | CHF 40 – 70 |
| Neuer Bodenbelag inkl. Verlegen (pro m²) | CHF 90 – 250 |
| Fenster ersetzen (pro Stück, 3-fach-Verglasung) | CHF 900 – 1'800 |
| Elektroinstallation erneuern (pro Zimmer) | CHF 2'000 – 5'000 |
Häufige Fragen
Wie viel kostet eine komplette Wohnungsrenovation in der Schweiz?
Als Faustregel gelten CHF 700 bis CHF 1'400 pro Quadratmeter Wohnfläche. Eine 100-m²-Wohnung kostet damit rund CHF 70'000 bis CHF 140'000, abhängig von Ausbaustandard, Region und Zustand der Bausubstanz.
Kann ich Renovationskosten von den Steuern abziehen?
Werterhaltende Unterhaltsarbeiten am selbstbewohnten Eigenheim sind in der Regel abzugsfähig, wertvermehrende Investitionen nicht. Die Abgrenzung ist kantonal unterschiedlich, deshalb lohnt sich eine Rückfrage bei der Steuerverwaltung.
Brauche ich für eine Innenrenovation eine Baubewilligung?
Reine Innenrenovationen ohne Eingriff in Tragstruktur, Fassade oder Nutzung sind meist bewilligungsfrei. Bei Grundrissänderungen, neuen Fenstern oder Nasszellenverschiebungen entscheidet die Gemeinde, fragen Sie vorab beim Bauamt nach.
Wie viele Offerten sollte ich einholen?
Mindestens drei detaillierte Offerten mit identischem Leistungsbeschrieb. So erkennen Sie Ausreisser nach oben und unten und haben eine solide Verhandlungsbasis.
Fazit
Wer Richtpreise kennt, sein Projekt sauber beschreibt und mehrere Offerten vergleicht, renoviert deutlich günstiger und ohne böse Überraschungen. Erstellen Sie Ihren Renovationsauftrag kostenlos auf fixxmi und erhalten Sie Offerten von geprüften Betrieben aus Ihrer Region.
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